Tiere und so….

Die Einseitigen

Große Schmetterlinge, die nur einen Flügel haben und einen genauso großen Körper als Gegengewicht. Die flattern dann so rum. Und das Ganze nicht schlecht.

Der Wunderigel

Ein Igel mit metallschimmernden Stacheln, die sich im Sonnenlicht brechen, so dass sie in allen Regenbogenfarben schillern. Unter seinem Bauch hat er ein zusätzliches Rädchen, das ihn geländegängig und sehr wendig macht. Wenn er seine vier kleinen Beinchen von sich streckt, kann er auf der Stelle drehen und wenden. Normalerweise haben Igel einen kleinen Stummelschwanz. Der Wunderigel nicht. Stattdessen besitzt  er wunderschöne Pfauen- und Straußenfedern, die er stolz zur Schau stellt.

Entgegen seines Namens kann der Wunderigel natürlich keine Wünsche erfüllen. Oder Wunder bewirken. Man kann sich über ihn einfach nur wundern.

 Känguru-Frosch

Er sammelt die Wünsche und Hoffnungen aller halbwegs denkenden Lebewesen und bewahrt sie im Beutel auf.

Er lebt von den Hoffnungen und Träumen der Menschen. Wenn ein Wunsch oder eine Hoffnung geäußert wird, fallen sie wie winzige Silbersterne zu Boden. Der flüchtige Betrachter würde meinen, es wäre Silberstaub. Der Känguru-Frosch sammelt sie auf.

Er ist der eigentliche Bewahrer der Wünsche und Sehnsüchte. Damit er seine bekanntlich großen Augen nicht verletzt, trägt er eine Schutzbrille, ähnlich wie sie beim Schweißen verwendet werden. Die hervorstehenden dunklen Gläser geben dem Tier ein noch froschigeres Aussehen.

Als Verteidigungswaffe gegen üble Wünsche oder schlechte Gedanken hat er eine UPI (Urin-Pistole). Ein mit ihm befreundeter Urologe hatte sie ihm vor Jahren bei einer krankenkassenärztlichen Regelvorsorgeuntersuchung geschenkt.

Denkt man beispielsweise „Scheißfrosch“, weil er vielleicht nicht sofort auf die Wünsche des Bittstellers reagiert hat, zieht der Känguru-Frosch seinen Colt und zerbröselt die bösen Wünschen und unflätigen Gedankenblasen mit gezielten Urin-Schüssen. Er pisst sozusagen auf die negativen Einflüsse. Manchmal spannt er auch einfach seinen Not-Schirm auf. Frösche…

Der Revisions-Frosch

Ein grauer Frosch mit schwarzer Halskrause und Nerd-Brille. Er bewertet und sondiert die Wünsche und Träume des Känguru-Froschs. Katalogisiert sie nach Nutzen und Machbarkeit, nach Alter und Verzweiflung. Er ist leicht an seiner Größe  (circa 1,20 Meter) und seinen blauen Augen zu erkennen.

Elefantenfußkäfer

Ein Krabbler von der Größe eines Hirschkäfers. Nur ist einer seiner sechs Beine ein Elefantenfuß in Originalgröße. Und zwar das des afrikanischen Elefanten. Dies wurde eindeutig über DNA-Tests nachgewiesen. Welches von seinen sechs Beinchen sich zum Elefantenfuß entwickelt, ist noch nicht bis ins letzte Detail erforscht. Man nimmt aber an, dass die Nahrung eine wichtige Rolle dabei spielt. Es gibt Hinweise, dass die vermehrte Aufnahme von Popcorn die Ausbildung zum Elefantenfuß – besonders auf das linke hintere Beinchen – begünstigt. Erdnussbutter hatte dagegen keine Auswirkungen auf die Beine des Käfers. Ebenso schieden Labskaus und Kirschmarmelade aus.

Strenggenommen gehört der Elefantenfußkäfer zu den Stummelflüglern. Aber wen interessiert das schon…

Der Elefantenfußkäfer wird sehr gerne im Straßenbau zur Verdichtung des Erdmaterials eingesetzt. Und in der Landwirtschaft.

Der Löwenzahn-Käfer

Der Käfer ist circa sieben Zentimeter lang.  Auf seinem Rückenpanzer wächst ein kleiner Mini-Löwenzahn. Genau an der Stelle, wo  die beiden Flügeldecken ansetzen. Naja, wenn der Löwenzahn blüht, wird daraus eine kleine Pusteblume.

In Fachkreisen und der einschlägigen Fachliteratur wird er daher oft auch als Flona-Käfer bezeichnet. Eine Zusammensetzung aus Flora (Pflanzenwelt) und Fauna (Tierwelt).

Im Spätsommer fliegen tausende von Löwenzahnkäfern über die Wiesen und verwandeln sie in ein weisses Blütenmeer aus Pusteblumensamen.

 

Das Purzel-Schweinchen

Das Purzel-Schweinchen ist ein ganz normales Schweinchen. Leider hat es einen kleinen Nachteil: Kommt das Schweinchen in das geschlechtsreife Alter, vollführt es für jeden unmoralischen Gedanken einen kleinen Purzelbaum. Es purzelt dann an manchen Tagen einfach so durch die Gegend. Damit ist es natürlich angreifbar für Feinde und für all diejenigen, die ziemlich scharf auf das Fleisch dieses niedlichen kleinen Tierchens sind. Das Purzel-Schwein ist im geschlechtsreifen Alter eine leichte Beute, da es die Purzel-Richtung, also dort, wo es hinpurzelt, nur im Groben berechnen kann. Es kann leider die Fallrichtung nicht beeinflussen. Jetzt fragt sich natürlich der unbedarfte Zuschauer, wieso das Purzelschweinchen nicht ausgestorben ist. Tja, das weiß ich auch nicht so genau….. Darüber muss ich noch nachdenken.

 

Der Angora-Wurm

Ein Wurm mit langem Fell. Ähnlich wie bei einem Angora-Kaninchen. Laaangweilig….

 

Zeitwusel

Das Doppelte-Zeitwusel ist eine Laune der Natur, ziemlich harmlos, tritt immer paarweise auf und hat sich selbst noch nie gesehen, weil es immer zeitgleich an zwei verschiedenen Orten erscheint. Es isst nicht: Eigentlich kann man auch nicht feststellen, ob es wirklich lebt. Es ist ziemlich flauschig und sieht wie ein fußballgroßer Wattebausch aus.  Es ist einfach da. Es verbleibt eine Zeitlang an diesen beiden Orten und verschwindet dann wieder, um irgendwo anders zu erscheinen. Gerne wird es als Kopfkissen benutzt. Manchmal legt es sich, wenn es erscheint, auf das Gesicht, den Bauch oder die Füße des Schlafenden und Dösenden.

Dies ist natürlich im Sommer ziemlich hinderlich, da es dann sehr heiß ist und der-, die- oder dasjenige anfängt zu schwitzen. Merkwürdigerweise ist noch keiner an einer Erstickung gestorben, wenn sich das Doppelte-Zeitwusel auf das Gesicht gelegt hat. Weil: Die flauschigen Haare sind atmungsaktiv und produzieren Sauerstoff.

Die Wusel haben verschiedene Farben. Gelb steht für das Stadtwusel. Dunkelgrün für das Waldwusel, hellgrün für das Wiesenwusel. Dunkelblau steht für das Wasserwusel (See, Fluss, Bach), hellblau für das Bergwusel und so weiter. Man muss sich nur auf das Wusel mit der richtigen Farbe legen, um an die verschiedenen Orte zu gelangen.

Allerdings sollten Rotnuancen im Fell (?) beachtet werden, da die verschiedenen Rottöne für verschiedene Entfernungen zuständig sind. Je dunkler der Rotton, desto größer die Entfernung, die das Zeitwusel zurücklegt. Aber mit ein wenig Übung lässt sich leicht herausfinden, welches Wusel wohin wuselt.

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