Tach, Herr Rülpsfisch.

Hervorgehoben

Sie befinden sich gerade im Epizentrum Ihres unmissverständlichen Daseins. Dem sprachlichen und visuellen Vorhof der Hölle.

Fliegenfischen ist doof.

Und ein Frosch besteht zu 90 Prozent aus Wasser.

Det macht nüscht…

 

 

Schwarze Strichkunst

Wie der Donat erfunden wurde

 

B.D.: Die Schwarze-Strichkunst ist nicht vielen geläufig.
M.S.: Stimmt. Ich kenne sie auch unter der Kringel-Epoche. Richtig?
B.D.: Richtig!
M.S.:  Vinzent pfan Koch und Maks Peckmann?
B.D.: Yappp. Das sind die bekanntesten Vertreter.
M.S.: Was glaubst Du, ist das besondere Merkmal an der Kringel-Epoche?
B.D.: Die schwarzen Kringel?
M.S.: Jaaaaaaa…. Und was noch?
B.D.:. Die schwarzen Kringel?
M.S.: Ja, genau. Was noch?
B.D.: Die schwar…
M.S.: Ja die auch.
B.D.: Was denkst Du, unterscheidet pfan Koch von Peckmann?
M.S.: Die Ohren?
B.D.:. Ich meine vom Stil her.
M.S.: Die Verwendung der schwarzen Kringel!
B.D.: Ja genau. Kannst Du das präzisieren?
M.S.: Ja, kann ich…

Pause. 15 Minuten lang.
Dann, endlich:

B.D.: Und? Dann präzisiere bitte.
M.S.: Ach so. Also: Peckmann hat fast alles, was er gemalt hat, umkringelt. Pfan Koch nur Komplementärfarben (lacht).
B.D.: Ja. Genau (lacht auch). Komplementärfarben (lacht immer noch). Schwarz umkringelt (lacht lauter). Ist das lustig (lacht weiter laut).
M.S.: Ja, das ist wirklich, wirklich luschtisch (lacht auch immer noch).
B.D.: Weißt Du denn auch, warum pfan Koch das gemacht hat?
M.S.: Ja, weiß ich…

Pause. 15 Minuten lang.
Dann, endlich:

B.D.: Und?
M.S.: Ach so. Nun, eigentlich hat pfan Koch nicht die Komplementärfarben umkringelt. Er hat eher die Kringel ausgemalt.
B.D.: Ja. Genau. Du bist auf dem richtigen Weg.
M.S.: Pfan Koch hat im Grunde nur eine Anhäufung von Kringeln gemalt. Da sah natürlich nicht so toll aus.
B.D.: Und?
M.S.: Naja, damit die Kringel nicht so leer aussahen, hat er sie ausgemalt. Mit Komplimentärfarben.
B.D.: Ja. Genau (lacht wieder)
M.S.: Hast Du was gemerkt? (lacht auch)
B.D.: Ja (ringt nach Luft). Du hast Komplimentärfarben gesagt (lacht weiter). Du bist ein Schelm…
M.S.: Ja. Genau. Komplimente Farben. (seine Augen tränen. Aber nicht vor Lachen. M.S. hat Heuschnupfen)

Pause. 15 Minuten lang.
Dann, endlich:

B.D.: Und was ist mit Peckmann?
M.S.: Ahnliches Problem wie pfan Koch. Peckmann malte zwar keine Kringel, dafür aber Strichmännchen. Dicke Strichmännchen.
B.D.: Acccchhhhh soooooo. Jetzt verstehe ich …
M.S.: Siehste…
B.D.: Jetzt ist mir einiges klar.
M.S.: Wusstest Du übrigens, dass er der Namensgeber für die Donats gewesen ist? Diese fettigen Gebäckkringel.
B.D.: Nein. Erzähl…

Pause. 15. Minuten lang
Dann, endlich:

B.D.: Was jetzt?
M.S.: Also…. Der Protegé pfan Koch’s war Engländer. Als dieser besagte Engländer die ersten Werke seines Schützlings gesehen hatte, rief er aus „Do not!!!!!“, was ja so viel heißt wie „Tu es nicht“. Er meinte damit eigentlich die schwarzen Kringel. Ein findiger Bäcker kam gerade des Weges, hörte den Ausspruch und sah die Kringelbilder. Der Rest ist Geschichte. Und Donats…
B.D.: Du weißt, dass Du einen Schuss hast, oder?

Pause. 15 Minuten lang.
Dann, endlich:

M.S.: Nöö. Musst DU mir gerade sagen…

B.F.: Was redet ihr Beiden da für einen Unsinn? Ich bin eine glühende Verehrerin der beiden Künstler. Und ich finde nicht, dass es sich hier um Schwarze Strichkunst handelt.

B.D. und M.S. schauen sich gegenseitig an und prusten vor Lachen laut los.

Händchen haltend hüpfen beide beschwingt und fröhlich dem Sonnenuntergang entgegen.

ENDE

Semantik…

…mit oder ohne „h“?

Folgender Dialog ergab sich bei einem Gläschen lauwarmer Ziegenmilch im Irish Pub. B.D trinkt sie ungesüßt, M.S. immer mit vier Süßstofftabletten.

M.S.: Sag mal: Schreibt man Semantik eigentlich mit „h“?
B.D.: Ich versteh‘ die Frage nicht!!!
M.S.: Ist ein Witz?
B.D.: Ja!!
M.S.: Also: Semantik mit oder ohne „h“?
B.D.: Was fragst Du? Hast es doch richtig ausgesprochen.
M.S.: ????
B.D.: Schau mich nicht so erstaunt an; mit vier Fragezeichen!! Eins reicht doch …
M.S.: Musst Du gerade sagen. Du, mit Deinen Scheiß-Ausrufezeichen.
B.D.: ??!!??
M.S.: .. brauchste auch nicht zwischen den Fragezeichen zu verstecken.
B.D.: Was???
M.D.: Nichts!!!! Schon gut 🙂  !!!!!
B.D. Du machst Dich lustig über mich.
M.S.: „—“
B.D.: Das Smiley hättest Du Dir sparen können!!!!!!
M.S.: „“–
B.D.: Sehr witzig !!!&$§-_)=?&&(!!!§§`*l§$§!!!!!!!!!!???????????$$§)
M.S.: Rüpel…. Noch ein Gläschen lauwarme Ziegenmilch?
B.D.: Gerne. Aber ungesüßt!
M.S.: Sicher!
B.D.: Stösschen…
MS.: Stösschen…

Herr D. und Herr S. saßen noch eine Weile im Pub bei einem Gläschen lauwarmer Ziegenmilch und sahen der untergehenden Sonne zu, während der deutsche pseudointellektuelle Gender-Troll eine Schneise der beschwingten Ratlosigkeit und kindlichen Heiterkeit in den Vorständen einiger Unternehmen hinterließ.

Wie die Laus …

zu ihren Mäusen kam

Traf ’ne Maus ’ne Laus.
„Na, wie isses mit uns zwei? Kommste auf nen Sprung vorbei?“
„Ja, prima“ entgegnete die Laus, „eine durchaus schlechte Idee.“
So kamen die Läuse zu den Mäusen.
Und die Igel auch.

 

Nachfolgend eine Hörprobe in original mongolischem Kehlkopfgesang. (Anm. rülpsfisch)

 

SUPERHETE

….Alkohol ist keine Lösung, sondern ein Destillat! Juchuuuu…..

Soll ich jetzt eine AHA*-Gruppe gründen oder doch besser eine für „Experimentelle Disharmonie“?

*alt, hässlich und asexuell (Anm. von rülpsfisch) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


… „Experimentelle Disharmonie“ oder „Vergleichende Irrelevanz“? fragte Huste-Hannes.

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Tag in der Karibik – Teil 3

Das dicke Mädchen konnte das Eis nicht einmal ganz aufessen. Der verbleibende Rest tropfte in einem kleinen Rinnsal über den Bauch des Mannes auf den sandigen Boden und fand dankbare Abnehmer in Form von quirligen, süßen, bunten Vögelchen. Und emsigen Krabben.

Die dicke Frau, nun Witwe und ehemalige Mutter, kreischte verzweifelt durch die Gegend. Entgegen aller Erwartungen beendete eine Kokosnuss, die an diesem Tag unplanmäßig fiel, den unnötigen Lärm und spaltete den Schädel der dicken Frau sauber in vier Teile. So wie bei einer Grapefruit. Oder einer Apfelsine, wo die Schale sauber mit einem spitzen Messer überkreuz eingeritzt und die Viertel sauber vom Fruchtfleisch getrennt wird. Nur in diesem Fall wurde der Blick auf das Gehirn der dicken Frau sichtbar.

Am nächsten Tag konnte man in der Zeitung lesen, dass die Krabben einen Teil des Areals, wo der dicke Mann mit der dicken Frau und dem dicken Kind lag, unterhöhlt hatten. Ob Zufall oder geplante Aktion der Krabben; darüber stand nichts in dem Artikel.

Der dicke Mann trat unglücklicher Weise genau in dieses Loch und löste diese tragische Kettenreaktion aus.

Von dem Zeitungsartikel bekam das bescheidene Pärchen mittleren Alters nichts mit. Auch nicht von dem komischen Zwischenfall, als eine rothaarige Frau, etwa Mitte Fünfzig, mit ihrem jugendlichen Liebhaber beim Betreten des Strandes von einer umstürzenden Palmen in den Sand gerammt wurden.

Die Frau und der junge Mann hatten schon einige Tage in dem Ressort verbracht. Beide hatte man nie lachen sehen, selten miteinander reden. Da die Frau stets mit heruntergezogenen Mundwinkeln herumlief, hatte sie von den Angestellten schnell den Spitznamen „Die Kröte“ bekommen. Ihr jugendlicher Begleiter war circa 15 Jahre jünger, hatte einen Pagenschnitt Marke „Prinz Eisenherz“, sehr kleine Füße, und im Gegensatz zu seinem Körper fette Eiterpickel auf der Stirn. Er wurde von den Wetteifrigen unter dem Namen „Pimmelmännchen“ gehandelt.

Kröte und Pimmelmännchen war an diesem Tage die Favoriten unter den Wetteifrigen, obwohl sie nicht im typischen Sinne zu den „Liegenbesetzern“ zählten. Sie waren einfach der Natur zuwider.

Soll in dieser Region schon mal vorkommen.

Wie gesagt: Von alledem bekam das bescheidene Pärchen mittleren Alters nicht mit. Es verbrachte die verbleibende Zeit Händchen haltend glücklich und zufrieden bis zum Sonnenuntergang.

Ein herrlicher Karibiktag neigte sich dem Ende entgegen.

Und wenn man ganz, ganz aufmerksam war konnte man hören, wie die Kokospalmen sich zuriefen:“Okkupanten. Okkupanten. Achtet auf die Okkupanten.“

 

ENDE